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Loslassen.

Es ist ein wirklich epischer und scheinbar ewiger Kampf – das Loslassen.
Aber ich glaube wirklich: es ist einer absoluten Schlüssel zu dem „leichten Joch“ von dem Jesus in Matthäus 11,29-30 spricht. Er prangert damit vor allem einen Umgang mit dem Gesetz an, der den Leistungsgedanken in den Vordergrund rückt und damit wird es zu einem drückend schweren Joch einerseits und zum Fluch der allzu schnell in Selbstgerechtigkeit mündet andererseits.
Aber zum Glück ist die Lösung ja ganz einfach: Wer will schon Leistungsdruck und ein schweres Joch? Also einfach mal loslassen, sich loslösen und sich von Gott nicht nur das „Wollen“ sondern auch das „Vollbringen“ (Philipper 2,13) schenken lassen.

Soweit die Theorie. Aber als Marcus am 13.06. darüber spricht, was eigentlich Gottes Geld auf unserem Konto zu suchen hat – wer eigentlich meine Familie in der Hand hat und wessen Verdienst es ist, was ich erreiche, da ist es mir nochmal so unglaublich spürbar nahegekommen: Ich, Heiner Holzhüter muss loslassen. Ich muss meine Hände öffnen und alles an den abgeben, an den der nichts fallen lässt und dem nichts entgeht. Der alles im Griff hat und dem alles gehört. Das, glaube ich, bedeutet es „sein Leben zu verlieren – und es dadurch zu gewinnen“. Man lässt es los und der allmächtige, gnädige Gott hält es in seinen Händen.

Einer meiner absoluten Lieblingsmusiker: Theo Katzmann hat ein großartiges Album geschrieben und dieser Song: 100 Years from now ist in meinen Ohren ein Kleinod. Seine Message: In hundert Jahren weiß niemand mehr, was du gesagt, getan oder gelassen hast. Wenn du jetzt diesen Song hörst, wird in hundert Jahren niemand mehr wissen, wer du warst. Und weil das so ist, sagt Theo Katzmann: Komm über dich hinweg. Hör auf, dich so wichtig zu nehmen. Müssen wir uns wirklich überbieten? Übertrumpfen? Bekämpfen? Und ich ergänze in Gedanken immer: Können wir nicht loslassen und die Ehre dem geben, der uns das Leben gegeben hat und in Ewigkeit geben wird?

Ich möchte das versuchen und Gott darum bitten, mir seinen Blick zu schenken. Für mich, aber auch für uns als Team in der Gemeindegründung.

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