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Schisser.

Ein Geständnis

Wer mich kennt, weiß es schon, für die anderen ist es vielleicht eine Überraschung: Ich bin ein richtiger Schisser. Das ist auch nichts Neues, das war schon in der Schule so. Wenn der Lehrer eine Frage gestellt hat und ich mir bei der Antwort nicht 100%ig sicher war, dann habe ich mich nach nervösem Rumgerutsche auf dem Stuhl und einem leichten Schweißausbruch, doch dazu entscheiden mich lieber nicht zu melden, als etwas Falsches zu sagen.

Heute bin ich immer noch ein Schisser, aber wenn man Erwachsen ist, kann man das meistens viel besser verbergen. Es sei denn man wird plötzlich von seiner Gemeinde berufend gefragt, ob man sich vorstellen kann die erste Gemeindegründung seit über 100 Jahren mit zu verantworten. Dann kommen die alten Gefühle aus der Schulbank wieder hoch. Weil ganz im Ernst: Was ist das für eine krasse Aufgabe? Was lassen wir dafür zurück? Was müssen wir aufgeben, was uns in den letzten Jahren so lieb geworden ist? Und wo geht diese Reise überhaupt hin?
Ich als ausgemachter Schisser habe noch in etwa 238 weitere Fragen dieser Kategorie, mit denen ich euch an dieser Stelle gar nicht weiter behelligen möchte. Ich weiß, dass jeder von uns ganz unterschiedliche Gefühle zu dieser Gemeindegründung hat. Das ist auch am letzten Sonntag nochmal sehr deutlich geworden, als wir im Gottesdienst über Mentimeter die Assoziationen zur Gründung gesammelt haben.

Als Heiner uns vor ein paar Wochen angerufen und mit der Anfrage überfallen hat, sind auch uns viele der genannten Begriffe in dieser Wordcloud in den Kopf geschossen und plötzlich wurde das Thema Gemeindegründung sehr nah und sehr konkret. Alle Schisser-Alarmglocken haben angefangen zu klingeln. Aber was mir trotz aller Unsicherheiten gerade bewusster denn je wird – und wofür ich sehr dankbar bin -, ist, dass unser Gott Freude daran hat, wenn ein Schisser einen kleinen Schritt aus seiner Komfort-Zone wagt. Wenn sich mein kleiner Vertrauensschritt und die große Güte und Kraft und Souveränität unseres Gottes verbinden, dann habe ich keine Angst vor dem, was kommt, sondern kann es kaum erwarten loszugehen.

Also machen wir das jetzt. In dem Wissen, dass es Gottes Gemeinde ist und ER alles in seiner Hand hält.

Ellen & Janno Both mit Paul

Ergebnis zweiter Um-Frage

3 Comments

  1. Hey Ellen, ist finde das so großartig, dass Ihr Eure Komfortzone verlasst, um Gott nicht nur dem Munde, sondern auch dem Herzen nach zu dienen. Klar, dass ab und zu Sorgen, Ängste und Zweifel aufkommen, aber eigentlich ist das immer so im Leben, egal, was man gerade tut. Wichtig ist zu wissen, dass ER uns versorgt und immer mitgeht. Wir sind also nie alleine. Dass er hilft, auch dann, wenn wir gerade schwach sind . Dass ER tröstet, wenn es mal gerade nicht so gut läuft. Dass ER Kraft, Ausrüstung und seinen Segen gibt, in jeder Weise, besonders für Sein Werk. Für mich seid Ihr das perfekte Gründungsehepaar mit Paul natürlich. Seid gesegnet und ermutigt, diesen Weg zu gehen. Ich bete für Euch! Herzliche Grüße Brigitte

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