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Weyhe.

Es ist der 31. Juli 2021 und das ist auch mal gut so. Eine gefühlte Ewigkeit haben wir uns auf diesen Tag, das erste Kernteamtreffen, vorbereitet und jetzt ist es endlich soweit. Bevor es „so richtig losgeht“ trifft sich das „alte Kernteam“ aus Boths und Holzhüters noch auf eine Runde Gebet und ich bin schon in der ersten Minute ermutigt, weil ich mich nicht erinnern kann, schon einmal in dieser Ruhe und mit so viel Frieden vor einer Gemeindeaktion gebetet zu haben.

Wenig später kommt dann diese Truppe zu uns, und es wird ein wirklich mitreissender Nachmittag, dessen Tiefgang mich überrascht. Das gemeinsame Singen, Beten und Kennenlernen macht richtig Spaß und ich bin richtig gerührt von der Aufmerksamkeit, der Ernsthaftigkeit und Offenheit, mit der das Team sich begegnet.

Nach einem wirklich sehr unterhaltsamen Kennenlernspiel nähern wir uns dann „des Pudels Kern“ – der Entscheidung über den Ort. Wir waren uns, alle die wir da waren, glaube ich keineswegs sicher, dass sich diese Frage schon beim ersten Terffen beantworten lässt – aber wir waren uns einig, dass es uns sehr nach vorne bringen würde, wenn wir es könnten. Der Austausch darüber, was für jede(n) Einzelne(n) für und gegen Weyhe als Ort oder für einen ganz anderen Platz spricht war ehrlich und offen und es wurde klar, dass Weyhe zwar für manche „naheliegend“ im wahrsten Sinne des Wortes sein mag, aber keinesfalls für alle Teammitglieder der „Weg dahin“ leicht sein würde. Dementsprechend spannend wird es, als Janno zur Abstimmung aufruft. „Einstimmig oder schieben“ ist das Motto und ich glaube, wir haben alle ein wenig die Luft angehalten, als die Hände hochgingen, weil wir inzwischen wussten: das ist keine leichte Frage. Und dann war klar, bei manchen unter Tränen: Weyhe wird es sein. Und auch hier war ich wirklich zutiefst beeindruckt von der spürbaren Ernsthaftigkeit, mit der jedes Teammitglied seine Entscheidung getroffen hat. Das ist eine gute Basis, habe ich das Gefühl. Eine wirklich gute!

Nach einer kurzen Verschnaufpause, hatten wir noch ein paar eher Organisatorische Punkte auf der Agenda, die unsere Arbeitsweise für die nächsten Wochen und die nächsten Schritte betreffen und dann konnten wir den Tag bei einem sehr reichhaltigen „Bring your own“-Grillfest ausklingen lassen. Ich bin wirklich dankbar, dass ich diesen Tag miterlebt habe und ich bin voller Vorfreude auf die nächsten Treffen!

2 Comments

  1. Das Thema Gemeindegründung ist nun schon seit vielen Jahren ein Traum in der Paulusgemeinde. Ich habe heute noch die Worte im Ohr, wie sehr es Klaus Pache immer am Herzen lag. Ich freue mich über diesen Schritt, habe aber auch zugleich ein Problem damit. Es war immer die Rede davon, dass eine „neue Gemeinde“, nennen wir es mal so, in Bremen, im Idealfall in einem sozial oder oder christlich weniger geprägtem Stadtteil stattfinden solle. Warum geht man dann also nach Weyhe, in einen Ort, der meiner Meinung nach gut aufgestellt ist? Der Weg des geringsten Wiederstandes? Ein Schelm der böses dabei denkt!?!

    • Hey Stephan!
      Danke für deinen Kommentar zu unserer Ortswahl. Ich verstehe einerseits deine Bedenken – denn bei der Ortswahl haben wir uns auch ausgiebig mit der Frage beschäftigt: Wo wird eine Gemeinde gebraucht/was ist unser Auftrag? Wir sind aber andererseits ganz klar zu dem Schluss gekommen, dass eine Gründung in Weyhe für den ersten Versuch der PG (der ca. 10 Jahre Anlauf gebraucht hat) tatsächlich erst einmal Widerstand genug ist. Viel wichtiger aber: Wir sind uns sicher, dass Gott uns auf verschiedenen Wegen einen konkreten Auftrag für Weyhe gegeben hat und wir sind überzeugt: Wehye braucht eine lebendige Gemeinde. Wenn unsere Planungen Realität werden, ist es nur die erste von vielen Gründungen aus der Paulusgemeinde und damit wird es noch viele Gelegenheiten für andere Stadteile in Bremen geben. „Böses“ jedenfalls, gibt es dabei tatsächlich glaube ich nicht zu denken.

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